Monika Zienke: There it begins … and here it ends

Mein Arbeitsmaterial sind Kopftücher, die nach Größe, Farbe, Herkunft und Funktion variie­ren; Tücher, die von Männern wie von Frauen getra­gen werden können. Sie dienen als Schutz, sind tradi­tio­nel­les oder religiö­ses Kleidungsstück, sie sind Zeichen des politi­schen Protestes oder modisches Accessoire. Ich verwende primär gespen­dete Tücher. Daneben werde ich durch Zukäufe gezielte Akzente setzen.

Kopftücher sind durch Knoten mitein­an­der verbun­den, sie markie­ren einen Raum. Der Raum ist zu einer Seite offen. Anfang und Ende der Tücherkette sind unver­bun­den. Die Knoten sind Begrenzung und Verbindung zugleich. Abstände zwischen zwei Knoten stehen für indivi­du­el­len Freiraum. Die herab­hän­gen­den Tuchenden sind unter­schied­lich lang. Sie gehören zu anderen, hier nicht sicht­ba­ren Räumen.

Es ist ein Projekt über Toleranz. Es ist kein Projekt über Kopftücher. Die Arbeit befin­det sich im Prozess, hieraus soll eine Installation entste­hen.

 

 

Libanon, Harissa, Notre Dame de Liban, 45 cm x 160 cm

 

 

Syrien, 127 cm x 160 cm

 

 

Afrika, 53 cm x 188 cm

 

 

Japan, 35 cm x 90 cm

 

 

Griechenland, 114 cm x 114 cm

 

 

Indien, 96 cm x 113 cm

 

 

Syrien, 115 cm x 116 cm

 

 

Marokko, Tuareg, 87 cm x 217 cm