DIE GARIMPEIROS VON BANDIRE von Nathalie Bertrams

Manica in Zentral-Mosambik erlebt einen Goldrausch, der verhee­rende Auswirkungen auf die Umwelt hat. Geschätzte 25.000 illegale Schürfer – sogenannte Garimpeiros – machen den Goldbergbau zum zweit­größ­ten Wirtschaftszweig der Provinz.    
 
 

 
 
 
 
 
Die meisten Flussläufe hier sind von tiefro­ter Farbe. Fruchtbare Erde wird wegge­spült, die Kraterlandschaften aus offenen Gruben und Schächten eignen sich nicht mehr zum Ackerbau. Durch Goldwaschen ist das Wasser mit schlam­mi­gen Sedimenten verschmutzt und mit Schwermetallen wie Arsen und Quecksilber belas­tet – und damit nicht nur ungenieß­bar, sondern gefähr­lich für Menschen, Tiere und die Bewässerung von Feldern. Die Regierung hat nun darum angefan­gen, kleine Verbände zu gründen, um die Goldsucher zu nachhal­ti­ge­ren Bergbaupraktiken anzulei­ten. Die Mitglieder der Associação Mineira de Bandire haben gelernt, mit einfachs­ten Mitteln die Kontaminierung ihres Flusses Nyamakwio zu vermei­den und den Boden für landwirt­schaft­li­che Nutzung zu renatu­rie­ren. Das Wasser ihres Flusses ist wieder klar, der Boden erholt sich langsam, rund um das Dorf Munhinga wachsen erste Bäume. Trotz aller Anstrengungen der Verbände bleibt der Goldbergbau die größte Quelle von Wasserverschmutzung, Verlust biolo­gi­scher Vielfalt und Umweltzerstörung in der Provinz Manica.