548–045 von Wilhelm Mundt

Die Trashstones von Wilhelm Mundt basie­ren auf indus­tri­el­len Produktionsabfällen, die vom Künstler zu amorphen Plastiken kompri­miert werden. Für die variie­rende Gestaltung der Oberfläche kommen verschie­dene Materialien und Techniken zum Einsatz: hochpo­lier­tes Kunstharz, mal monochrom oder polychrom marmo­riert, Aluminium- oder Bronzeguss, bei frühen Arbeiten auch Polyurethangummi. Einige der Skulpturen sind mit feinglied­ri­gen Zeichnungen oder kräfti­gen, die Form umflie­ßen­den Linien verse­hen. Jeweils geprägt mit einer dreistel­li­gen Seriennummer sind seit 1989 über 800 Trashstones entstan­den; von kleinen modell­haf­ten bis zu über einer Tonne schwe­ren und drei Meter langen Werken.

Als weitere Werkgruppe fotogra­fiert Wilhem Mundt seit 2013 einzelne Trashstones und bildet sie in Originalgröße ab. Durch digitale Bildbearbeitung erscheint die Skulptur nur noch als schwarze Fläche – ledig­lich der verblei­bende Schatten verweist auf das ursprüng­li­che Volumen.

 

 

 

 

548–045, 2021
LightJet-Print auf AluDibond
169 × 232 cm

Trashstone 760, 2020
Produktionsrückstände in glasfa­ser­ver­stärk­tem Kunststoff
55 × 72 × 55 cm

Installationsansicht Schönewald Düsseldorf
Photo: Achim Kukulies, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Wilhelm Mundt, VG Bild-Kunst, Bonn 2026