DIE BLAUEN BÜCHER von Christoph Westermeier


 

 

 

 

 

 
Grundlage der vorge­stell­ten Werkgruppe ist der Band »Griechische Bildwerke«, der 1942 in Leipzig in der Reihe »Die Blauen Bücher« erschie­nen ist. Christoph Westermeier hat einzelne Seiten mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen berühm­ter antiker Skulpturen vorsich­tig heraus­ge­trennt und mit eigenen Fotografien überdruckt, die er auf Reisen aufge­nom­men hat.
 
 

 

 

 

 

 

 
Farbe kommt so hinzu, der Zufall spielt mit, die Bilder werden abstrakt oder betonen im Gegenteil einzelne Partien der Skulpturen oder der Fotografien und sind jeweils für sich ästhe­ti­sche Ereignisse.
 
 

 

 

 

 

 

 
Neben Einzelblättern und Paaren hat Westermeier diese Bilder als Sechser-Gruppen gerahmt. Dabei wendet er sich wieder­holt und ebenso in weite­ren Werkgruppen dem Körper als Sujet zu – etwa als Fragment, immer wieder auch in Konzentration auf die Hand – und begreift Stofflichkeiten als Substanz wie auch als Textur, auch in der Überlagerung.    
 
 

 

 

 

 

 

 
Indem er einzelne Motive oder deren Details mit der Aufnahme isoliert, arbei­tet er Zusammenhänge heraus. Er nähert sich seinen Themen von verschie­de­nen Seiten, kombi­niert verschie­dene Ansichten, aber so, dass das Spielerische seines Vorgehens erhal­ten bleibt.     Textauszug: Thomas Hirsch: »Christoph Westermeier. Fünf Säulen«, 2019
 
 

  

 

 

 

 

 
»Die Blauen Bücher«, Inkjetdruck auf Buchseite, je 26,4 x 18,9 cm, 2018