Bücher sind Träger von Wissen, Erinnerung und kultureller Identität. Zugleich sind sie materielle Objekte – und damit verletzlich. Dieser Verletzlichkeit ein Bild zu geben, ist Ausgangspunkt dieses Projekts. Es thematisiert die physische Vernichtung von Büchern als radikalsten Ausdruck von Zensur und als Angriff auf Sprache, Denken und das kulturelle Gedächtnis.
Mit den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen im Mai 1933 wurden tausende literarische Werke und Schriften öffentlich vernichtet. Bis heute steht dieses Ereignis als Sinnbild für die Auslöschung geistiger Freiheit. Was nach dem Feuer bleibt, sind Relikte: verkohlte Oberflächen, deformierte Buchkörper und Asche – materielle Spuren eines Gewaltaktes gegen Wissen.
On Books, On Vanishing Books nähert sich diesem Thema in einer dreiteiligen fotografischen Installation:
Die großformatigen Arbeiten, Skins, zeigen verkohlte Buchoberflächen in extremer Nahsicht. Ihre Materialität lässt die Objekte kaum noch als Bücher erkennen und eröffnet Assoziationen an verletzte Haut, Körper oder Narben. Die Fotografien bewegen sich zwischen Dokumentation und Abstraktion.
Ergänzt werden sie durch typologische Aufnahmen, Typology, verbrannter Bücher sowie deren im Aufnahmeprozess verbliebenen Aschespuren. In ihrer reduzierten, sachlichen Bildsprache erinnern sie an forensische Dokumentationen und bilden in ihrer Erkennbarkeit ein visuelles Archiv des Verschwindens.
Den dritten Teil, Leafs, bilden frei im Raum schwebende Buchseiten aus den Werken, die 1933 verboten und verbrannt wurden. Es sind die jeweiligen ersten Seiten der Bücher – literarische Anfänge, die den Eintritt in eine gedankliche Welt markieren.
Schlusspunkt der Arbeit bildet die Videoinstallation Documentary. Eine fortlaufende Videoprojektion mit den Angaben aller im Nationalsozialsozialismus verbotenen Bücher. Der fortlaufende Text umfasst alle ca. 5000 Titel, Autoren und Verlagsangaben dieser Werke.
Die Arbeit ist als Installation konzipiert. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich zwischen den schwebenden Buchseiten und den schwarzen Bildkörpern der verbrannten Bücher. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Materialität und Geist, Präsenz und Verlust, Erinnerung und Auslöschung. Die Arbeit versteht Zensur nicht allein als Vernichtung von Büchern, sondern als Angriff auf die Vielstimmigkeit menschlichen Denkens.
Bücher sind Träger von Wissen, Erinnerung und kultureller Identität. Zugleich sind sie materielle Objekte – und damit verletzlich. Dieser Verletzlichkeit ein Bild zu geben, ist Ausgangspunkt dieses Projekts. Es thematisiert die physische Vernichtung von Büchern als radikalsten Ausdruck von Zensur und als Angriff auf Sprache, Denken und das kulturelle Gedächtnis.
Mit den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen im Mai 1933 wurden tausende literarische Werke und Schriften öffentlich vernichtet. Bis heute steht dieses Ereignis als Sinnbild für die Auslöschung geistiger Freiheit. Was nach dem Feuer bleibt, sind Relikte: verkohlte Oberflächen, deformierte Buchkörper und Asche – materielle Spuren eines Gewaltaktes gegen Wissen.
On Books, On Vanishing Books nähert sich diesem Thema in einer dreiteiligen fotografischen Installation:
Die großformatigen Arbeiten, Skins, zeigen verkohlte Buchoberflächen in extremer Nahsicht. Ihre Materialität lässt die Objekte kaum noch als Bücher erkennen und eröffnet Assoziationen an verletzte Haut, Körper oder Narben. Die Fotografien bewegen sich zwischen Dokumentation und Abstraktion.
Ergänzt werden sie durch typologische Aufnahmen, Typology, verbrannter Bücher sowie deren im Aufnahmeprozess verbliebenen Aschespuren. In ihrer reduzierten, sachlichen Bildsprache erinnern sie an forensische Dokumentationen und bilden in ihrer Erkennbarkeit ein visuelles Archiv des Verschwindens.
Den dritten Teil, Leafs, bilden frei im Raum schwebende Buchseiten aus den Werken, die 1933 verboten und verbrannt wurden. Es sind die jeweiligen ersten Seiten der Bücher – literarische Anfänge, die den Eintritt in eine gedankliche Welt markieren.
Schlusspunkt der Arbeit bildet die Videoinstallation Documentary. Eine fortlaufende Videoprojektion mit den Angaben aller im Nationalsozialsozialismus verbotenen Bücher. Der fortlaufende Text umfasst alle ca. 5000 Titel, Autoren und Verlagsangaben dieser Werke.
Die Arbeit ist als Installation konzipiert. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich zwischen den schwebenden Buchseiten und den schwarzen Bildkörpern der verbrannten Bücher. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Materialität und Geist, Präsenz und Verlust, Erinnerung und Auslöschung. Die Arbeit versteht Zensur nicht allein als Vernichtung von Büchern, sondern als Angriff auf die Vielstimmigkeit menschlichen Denkens.