Annette Eckes: Erinnerungen /​ Klasse Erinnerungen 2025

Was bleibt.

Manheim war ein Dorf, in dem – seit Jahrhunderten – Menschen lebten. Es gab einen Kindergarten, eine Schule, eine Kirche. Straßenzüge mit Häusern, bunte Vorgärten, eine Gaststätte. Ein Zuhause für rund 1.700 Menschen. Auf der nahen Autobahn von Köln nach Aachen rauschte der Verkehr vorbei.

Manheim, besser gesagt: Manheim-alt, ist nun fast vollstän­dig dem Tagebergbau im rheini­schen Braunkohlerevier gewichen. Die Mehrzahl der Häuser wurde abgeris­sen. Nur noch die Reste von zugewu­cher­ten Straßen mit ihren Straßenlaternen erinnern an die Topografie.

Einige wenige Häuser und die Kirche haben sich dem Abriss wider­setzt. Sie sind mit zugena­gel­ten Fenstern, von Bauzaun umgeben, die Erinnerung an das Leben, das einmal in einem blühen­den Dorf herrschte.